HAUS R

Description

HAUS R

 

Sanierung und Umgestaltung eines Wohnhauses in Massivbauweise

Gemeinde Schenna, Südtirol, ITALIEN 2007 – 2010

 

Das Wohnhaus ist als Turm konzipiert, mit einem granitverkleideten Sockelgeschoß und einem darüber liegenden, weiß verputzten Baukörper. Der Wohnturm steht von der Straße abgelöst, hinter bzw. über einem Vorhof, der als Autoabstellplatz dient. Dieses Absetzen vom Straßenniveau und der Materialwechsel beabsichtigen eine starke horizontale Gliederung der Gesamthöhe, die dem Neubau auch auf der Straßenseite eine angenehme Proportion verleiht.

Die entlang der Schennastraße bestehende Stütz- bzw. Begrenzungsmauer aus Granit blieb erhalten, die Einfahrt wurde den heutigen Anforderungen angepasst. Dahinterwurde in etwa auf Straßenniveau ein ca. 16 x 5 m großer Innenhof geschaffen mit genügend Fläche für die erforderlichen Stellplätze. Beidseitig der Einfahrt ist eine offene Überdachung in Form einer begrünten Pergola angeordnet. An der Südostecke des Innenhofes liegt der Zugang zum Wohnhaus.

Das 2. Untergeschoß ist bis auf die Eingangsfassade fast zur Gänze unterirdisch und enthält lediglich Erschließungsräume, einen Geräteraum und den Heizraum.

Das 1. Untergeschoß ist zur Hälfte unterirdisch und enthält Nebenräume, einen Werkraum und einen Haushaltsraum. Bergseitig ist ein umlaufender geschoßhoher Luftschacht errichtet.

Das Erdgeschoß enthält die Hauptwohnräume und einen zweigeschossigen Bibliotheksraum. Das 1. Obergeschoß bietet Raum für zwei Zimmer und ein Bad. Über der Bibliothek ist ein weiteres Zimmer angeordnet das direkten Zugang zur fast über zwei Drittel des Dachgeschosses reichenden Dachterrasse hat. Die Dachfläche über dem Dachzimmer wird extensiv begrünt.

Ein wesentlicher Aspekt im Entwurfskonzept ist der Schutz vor dem Straßenlärm. Alle Wohnräume sind deshalb auf die der Straße abgewandten Seite, auf die Grünräume im Osten bzw. nach Süden mit Weitblick in das Etschtal ausgerichtet. An der Westseite sind die Erschließungsflächen und Nebenräume angeordnet und bis auf die Belichtung des Treppenhauses bleibt die Westfassade weitgehend geschlossen. Der schmale und steile Garten rund um das Haus wird vom Straßenniveau vollkommen abgetrennt und – in kleine abgestufte Flächen gegliedert – den jeweiligen Wohnbereichen zugeordnet. Die beiden Edelkastanien auf der Nordseite konnten erhalten werden, die Nadelbäume mit ihren bereits weit über den Straßenrand hinausragenden Ästen auf der Westseite wurden durch neue, hochstämmige Bäume und durch Hecken ersetzt.

 

 

Beteiligte

  • Entwurf und Ausführung: Dr. Arch. Uli Weger_Mitarbeit: Dipl. Ing. Arch. Daniel Beck